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Seilführungen für Weichen und Signale |
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Als man vom Strom noch autark war. Szenario: Man stelle sich den 8. Mai 1945 vor und es gäbe zu diesem Zeitpunkt
nur wenige hochkomlexe Elektrolokomotiven die es nur mit Oberleitung können,
von den noch komplexeren Steuerungselementen von Weichenstraßen
und allen anderen Elektronantrieben ganz zu schweigen.Stellen wir uns das lieber nicht vor.
Aber aus gutem Grund hat man bis jetzt auf satellitengestütze Signalsteuerungen
verzichtet und benutzt noch konventionelle Steuerungselektronik und Elektrik,
zumindest als Not-Rückfallsystem eine Ebene darunter,
auch wenn es dann wieder gemütlich und nicht mehr mit 200 bis 330 km/h zuginge.
Zwar wird ein ICE mehr von Frankfurt aus gesteuert
als man vom Zugführer vermuten würde,
aber darunter ist immer noch das heutige stromgebundene Sicherungs-Rückfallsystem
irdischer Sicherungssysteme, auch wenn alles zwingend des Stromes bedarf.
Nur wenige Modellbahner gehen wirklich so weit und steuern ihre Weichen per Seilzug.
So weit wollen wir Modellbahner als Rückschritt im DCC-Zeitalter offenbar nicht gehen.
Aber nett anzusehen ist diese alte Technik, die sich bis heute teilweise gehalten hat.
Schließlich findet man auf Messe-Anlagen diese Schmuck-Elemente immer wieder.
Seilführungen für Hebelspannwerke
Fotos: Stadtgebiet Essen, mittendrin, immer noch, aber wie lange noch ... Fernbedienung ohne Strom.
Seilführung die zu einem Formsignal führt. Ein paar Meter weiter, ohne Regenschirm, den hat schon die Metallmaffia. Seilführung 50m weiter, zwei Formsignale werden bedient. Verschämt, versteckt. Vielleicht überlebe ich dann. Übereinander geht es auch, das Seil wird für für das Zielobjekt gespreizt. Kurz vor dem Ziel unter den Rock geschaut und (an)gekommen. Und so flickt oder verlängert man ein Drahtseil.
Also keine Angst vor einem gequetschtem Rohr
oder einem heißen Lötkolben oder vor Quetschhülsen.Wechsel einer Seilführung, so geht es auch.
Angekommen. Wenngleich mit anderem Vorspiel. Das Seil wird übereinander auf die Bestimmungshöhe herangeführt. Intimer Einblick. Horizontales Vorspiel. Ständerwerk
Vermutlich kommt gleich ein Zug,
und das Seil will ungekappt in den Untergrund. abtauchen
um auf der anderen Seite dem Schienenverlauf
des Abzweiges folgen zu können.
Auf diesem Foto kann man gut sehen,
wie ein Seil unter einem Gleis
durchgeführt werden kann um einem Abzweig zu folgen.
Ca. 50m weiter Richtung Betrachter steht dann das zu stellende Signal.
Sehr klein im Hintergrund, links der Schienen,
kann man das hier vorgestellte Weichen-Hebelspannwerk erkennen,
das wesentlich kleiner als ein Signalspannwerk ist.
Dahinter ist der senkrecht stehenden Balken einer Schranke,
wo auch das Stellwerkshäuschen steht,
von dem aus alle Objekte gesteuert werden können.Der kleine weiße Pfosten signalisiert eindeutig,
dass gleich eine Weiche kommen muss,
auch wenn sein rot-weißes Häubchen für Grenzzeichen fehlt.
Und wie bekommt man das Seil um die Ecke?Ortswechsel. Wir sind an einer anderen Stelle,
einem ehemaligen Bahnhof mit ca.14 Gleisen nebeneinander,
ca. 20km weiter weg vom bisherigen Geschehen.
So funktioniert vertikales Umlenken zurück in die Oberwelt.
Besser: so funktionierte es.Auch so könnte ein Seil aus dem Untergrund wieder auftauchen,
um dann wieder überirdisch längs des Gleises weitergeführt zu werden.
Wenn es noch vorhanden wäre.
Diese Konstellation hatte einmal 2 Objekte bedient.
Die Deckel und Gehäuse sind schon weg.
Sie waren wohl aus Metall.
An anderer Stelle ist noch alles bis auf den Deckel komplett. Hier waren vermutlich nie Schutzkappen darüber. Regelmäßige Wartung ist erforderlich, also Klappe auf. Zu spät. Dieser Ölbehälter braucht nicht mehr gefüllt zu werden. Vorbei.
Die wohl neuere Konstruktion mit Schmiernippel:
Seit ca. 60 Jahren in freier Witterung, immer noch extrem leichtgängig.Ein ehemaliger Bahnhof.
Dort ging es damals noch richtig zur Sache.Ein Teil der 14 Gleise ist schon weg.
Aber ganze Batterien von Führungen, 5 solche noch weiter hinten,
die ich im Gestrüpp gefunden habe. Der hereinbrechende Abend
ließ nicht mehr genügend Licht für ein scharfes Foto.Wir sind wieder an der vorherigen Stelle, das Seil ist gespreizt und übereinander.
Das Seil hat das, dem es oben den Flügel verdrehen soll, erreicht.Es ziert sich etwas, denn auf der anderen Seite hat es einen roten Kopf.
Die Seile sind noch gespannt, alle Führungen sind OK.
Die gesamte Mechanik ist voll erhalten und offensichtlich noch funktionstüchtig.
Und was passiert dann? Ein paar Meter weiter, großes Staunen, da passiert es dann:
Wachablösung durch die nächste Generation und selbst schon wieder überflüssig.
Eigentlich hätte auf dem Flügel des Flügelsignales ein großes X sein müssen,
aber dem ist nicht so, merkwürdig, merkwürdig.Vermutlich hat es deshalb einen roten Kopf.
Oder ganz simpel: Licht geht vor Flügel, so wie rechts vor links, hier andersrum.Und so sieht die Einführung der Drahtseile an der verantwortliche Stelle aus. Das Stellwerks- und Schrankenwärterhäuschen, leerstehend. Im Hintergrund das W-Spannwerk, dann das S-Spannwerk, zuletzt das Signal. Allein an dieser kleinen Stelle drei Arbeitsplätze weniger.
Wozu noch eine Seilführung-Abdeckhaube.
Der Schmelz ist dahin, an gleichem Gleis, an seinem Ende, ca. 2km weiter.-HAU to Spann- 1) __________________________
1) missglücktes englisches Schwäbisch
2) deutlich sprechen
3) Ich lüge selten. Aber wenn, dann nur bei durchhängendem Spannseil.