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Exemplarischer Zusammenbau für Spur 1 und Spur 0
einer typischen beleuchtbaren Gittermastlaterne
der 30iger Jahre der Deutschen Reichsbahn
                                                                                                                                                                                                       


 

     
Durch Maste und Laternen bekommen die Modelle
genau wie durch Modell-Figuren
erst die richtige Größenrelation.

Durch die Dynamik der Höhenunterschiede
fängt die Anlage an zu "leben".

 

   
Also muss so mal zwischendurch,
bevor es mit dem Fahrzeugbau weiter geht, etwas Licht her. Außerdem ist in 13 Tagen Weihnachten,
wenn schon kein Weihnachtsbaum, dann soll
wenigstens die kleine Bahn etwas funkeln.
 
    Fangen wir an:
  Dieses Mal war der Wunsch der Vater des Gedanken und ein H0-Modell stand Pate.

Erst ging es zum Elektronikversender, was ist an kupferbeschichteten Platinen ohne langwierige Bestellung erhältlich,
dann wurde gerechnet und dann gezeichnet und dann natürlich gefräst.
Leider bekommt man aus der größten 300x200er Platine nur 2 Laternen gefräst.
Die erste Probelaterne hatte Mast und Kopfteil getrennt, gute Materialausnutzung, 4 Laternen aus einer Platine, aber die Lötbrücken am Kopf waren so ganz und gar nicht meine Sache, also wurde eine einteilige Laterne entworfen.

     
  Da das Platinenmaterial recht teuer ist, wurde die erste Laterne aus Polystyrol gefräst, um die Proportionen am fertigen Modell überprüfen zu können.
     
  Ein Distanzsteg wird zwischen die beiden Masthälften geklebt.

Mit einer Hand die Klebstoffflasche (mir sträubt sich immer noch bei der neuen RS jedes Nackenhaar) gehalten und mit er anderen Photographiert (aus Trotz), lässt (wieder umgeswitcht) leicht einen zu großen Tropfen aus der Flasche träufeln!

     
  Die andere Masthälfte ist aufgeklebt und von Fräsflusen gesäubert.
     
  Der zu diesem Zeitpunkt für die Attrappe zweiteilig gefertige Mast und der zweiarmige Querträger.

Bei Polystyrol, ohne Beleuchtung, würde ich das jederzeit wieder so machen.

     
  Der Querträger wird etwas in Form gebracht. Eine Sache von wenigen Minuten.

Den Quertäger sollte man auch bei der Platinenvariante an den Kanten runden.

 

     
  Mast und Querträger werden verklebt.
     
  C'est ca.

Links das betagte H0 Modell,
in der Mitte der Abkömmling für Spur 1, noch ohne Reflektoren.

Zum Größenvergleich:
ganz rechts der Mast 1-01 mit 230mm Höhe, auf einem 15mm Sockel.

     
  Und so schaut der Kopf von oben aus.
     
Fangen wir mit der beleuchtbaren Laterne an:    
     
  Auch die kupferbeschichteten Platinen müssen gesäubert werden. Das Kupfer kräuselt am Fräsrand etwas auf, hier wird die Kante mit einem Messer geglättet.
     
  Danach das unverzichtbare Schmirgelleinen oder aquivalentes Material.
     
  Auch die Rückseite bedarf einer kurzen Nachbehandlung.
     
  Die Säuberungsarbeiten kurz vor ihrer Vollendung.
     
  Auch bei der beleuchtbaren Variante kommen 2 Distanzstege dazwischen.

Hier wird mit einem Kontaktkleber verklebt.

     
  Die andere Mastseite wird gerade aufgeklebt.
     
  Dort, wo die Leuchtmittel an den Enden später angelötet werden, wurden beide Seitenteile im Zwischenraum an den Enden mit einem dünnen Kontaktkleber beidseitig bestrichen und nach 5 Minuten Wartezeit zusammengedrückt.
     
  Dann verliert auch die andere Seite ihre Freiheit und wird mit der gegenüberliegenden Klebefläche verheiratet.
     
  Selbst auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole:

C'est ca.

 

     
  Blick von "oben".
     
  Das wird doch was!
     
   
     
  Wir sind wieder beim unermüdlichen Thema säubern:
dieses Mal werden Platine mit Polystyrol-Distanzsteg zueinander nivelliert.
     
  Hier sind die Leuchtmittel,
ich habe mich für die natürlich warmen Miniaturglühlampen entschieden, schon angelötet.

Leuchtdioden gehen natürlich auch, reine Philosphiefrage.

Wenn man sich für Parallel-Schaltung der Leuchtmittel entschließt, dann ist man jetzt eigentlich fertig.

Am Mastfuß würde man auf jeder Seite einen dünnen Draht anlöten und dann könne man sagen, bitte einschalten.

     
  Da ich mich für die Serienschaltung entschlossen habe, muss man auf einer Mastseite oben und unten die Kupferkaschierung mit einem kleinen Messerschnitt durchtrennen, eine Sache von Sekunden.

Dann wird auf einer Mastseite unten je ein dünner Draht als Zuleitung angelötet.

     
Und dann kommt der große Augenblick:    
     
  Advent, Advent,
zwei Lichtlein brennt!
     
Im Dunkeln ist gut Munkeln    
     
  Aber dafür haben wir keine Laternen gebaut, deshalb sollte man bei der Lackierung die Leuchtmittel vor der Farbe schützen.
Hier wurde der Mast mit ein paar Farbstößen aus einer Sprühdose grundiert.
     
  Senkrecht Halten ist angesagt, damit keine Irrtümer aufkommen.
     
  Er macht es aber nicht, ...
     
  Kuckt mal, die bauen uns dieses Mal eine Leiter,
damit wir schneller hoch heraus kommen!

Mensch Irma, lass uns lieber wieder langsam gehen, das geht schneller!

     
  Schaltet sofort das Licht aus!!!

 

Wo kommen eigentlich die Weiber schon wieder her?

Die haben bestimmt von der Weihnachtsfeier gehört ...

Egal, schnurz egal!
Wartet noch einen Augenblick, bis sie wieder weg sind!

 

Jetzt könnt ihr wieder einschalten!

 

 

 

 

Chef, du sprichst ja wieder mit uns!!

     
  Stimmt, ist mir wegen der Dringlichkeit einfach so rausgerutscht!

 

Lass uns doch wieder mitreden!
Uns ist so langweilig!

 

Mal sehen.

     
  Dann schaltet doch als Erstes
bitte das Licht wieder ein.

 

Mensch, der Alte hat "Bitte" gesagt!

 

 

 

 

 

 

 

Wie bitte?

Äh, Chef, das ist aus Freude halt eben so rausgerutscht!

     
  Jetzt sollte man die Lampenschirme (ohne Mast und Quermast natürlich) noch mit etwas grauer Farbe oder mit Silberbronze von oben spritzen. Außerdem sollte man sich auf einen Lampenschirm einigen,
der Linke wird das Attribut K für Kegelform erhalten,
danach sollte man die Schirme allerdings gerade und gleichmäßig aufstecken und den Mastfuß in das Fundament stecken, das gerade im Fertigungsprozess ist.

Es existiert noch ein Lampenschirm in Trompetenform, für den im Augenblick allerdings noch kein Foto existiert. Das wird in 2-3 Tagen erledigt sein.

     
  Was suchst du denn da oben?

Schaust du, ob das neue Jahr schon über den Horizont blickt?

 

     
  Chef, ich schaue nur, ob wir an unseren Gittermasten nicht auch Lampen befestigen könnten, die habe ich doch schon gesehen, wir könnten doch...
     
  Essen HBF, 1.Juni 2008:

Dieser Mast stand Pate für meinen Gittermast 1-01.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich die Lampen noch geflissentlich übersehen.

Für Mutige:
Man beachte, wie der Mast in den Asphalt eingegossen ist!

     
  Essen Hauptbahnhof:

Der gleiche Mast vom Foto davor, von unten fotografiert.

Gittermast der 30iger, der mit Halogen-Lampen heutiger Bauart nachgerüstet wurde.

     
   

Düsseldorf-Rath
1. Juni 2008:

Gittermast (oder Sprossenmast?) mit moderner, nachgerüsteter Lampe.

     
  Luftbild mit Kindheitserinnerung:

Gleisanlagen HBF Stuttgart,
Maste, Laternen, Maste

     
     
Und so gibt immer etwas zu tun!    

 

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